Investitionen deutscher KMU in Quebec

Deutschland ist heute nach den USA und China die drittgrößte Volkswirtschaft der Welt. Es ist die führende Wirtschaftsmacht Europas. In Deutschland ist der Anteil der Industrie an der Bruttowertschöpfung mit 26,6 Prozent der höchste aller G7-Staaten. Der Mittelstand hat für die deutsche Wirtschaft eine große Bedeutung. 99,6 % der deutschen Unternehmen gehören zu den kleineren und mittleren Unternehmen, also zu den sogenannten „KMU“ Das deutsche Industriemodell basierte in den letzten 15-20 Jahren auf folgenden Hauptpfeilern: kostengünstige Energieversorgung, vor allem aus Russland, hochqualifizierte lokale Arbeitskräfte und schließlich die Produktion und der Export von Produkten mit hoher Wertschöpfung wie Autos, Werkzeugmaschinen in asiatische Länder, EU-Länder , USA, Kanada usw.

Der Angriffskrieg Russlands auf die Ukraine veranlasste westliche Länder dazu, eine Reihe von Sanktionen gegen Russland zu verhängen. Deutschland ist somit gezwungen, 55%  seiner Importe durch Erdgas zu kompensieren. Die sogenannten energieintensiven Industrien repräsentieren 76 % des Energieverbrauchs der gesamten deutschen Industrie. Die Schwerindustrie und die energieintensive Industrie reagieren besonders empfindlich auf Schwankungen der Energiekosten. Vor 2021 lag der Preis für eine Kilowattstunde Gas in Deutschland bei etwa 5 Cent. Im Jahr 2022 erreichte dieser Wert im Februar 13 Cent, im September dann 40 Cent, bevor er ab Januar 2023 bei etwa 10 Cent stabilisierte. In den USA ist der Gaspreis mit rund 5 Cent pro Kilowattstunde relativ stabil geblieben. Als direkte Folge dieser Situation erklärte der Verband der Deutschen Chemischen Industrie im Oktober 2022, dass 13 % der Industrieaktivitäten aufgrund der niedrigeren Energiekosten in die USA verlagert worden seien. Diese Welle der Verlagerung der energieintensivsten Aktivitäten hat sich Ende 2022, im Jahr 2023 und auch im Jahr 2024 beschleunigt. Die Verlagerung hat stattgefunden, deutlich stärker bei den großen Industriekonzernen, die über die finanziellen Mittel und bereits vorhandene Niederlassungen in den USA verfügen aber sehr wenig bei kleinen Unternehmen, bei denen die Zahlen der Insolvenzen in die Höhe schnellten.

Quebec wiederum ist eine der Provinzen Kanadas, in denen die Energie- und Strompreise deutlich günstiger sind. Darüber hinaus gewährt die Regierung von Quebec im Rahmen einiger ihrer Programme der Industrie Strompreisnachlässe. Auch ohne diese Rabatte bleibt der Strompreis in Quebec einer der niedrigsten in Nordamerika. Im Jahr 2023 beträgt der durchschnittliche Strompreis in Montreal beispielsweise 5,6 Cent/kWh in kanadischen Dollar oder 3,77 Eurocent. In Toronto kostet die kWh 5,92 Eurocent, in Houston 8,08, in New York 12,1, in San Francisco 15,48 Eurocent. Dazu ist der Strom aus Quebec fast zu 100 % erneuerbar aus Wasserkraft, Wind- und Solarenergie. Diese erneuerbar und kostengünstige Energie ist ein besonderes Merkmal Quebecs und verschafft dem Land einen unbestreitbaren Vorteil auf dem nordamerikanischen Markt.

Aus diesen beiden Beobachtungen: (1) die kostengeriebene Verlagerung energieintensiver Produktionsprozesse der deutschen Industrie in die USA und (2) der sehr niedrigen Energiepreise in Quebec, die deutlich unter denen der USA liegen, hat sich dieses Institut zur Aufgabe gemacht, deutsche KMU bei geplanten Verlagerungen energieintensiver Aktivitäten nach Quebec oder bei der Gründung von Niederlassungen dort zu unterstützen. Deutsche energieintensive Unternehmen könnten somit nicht nur ihre Wettbewerbsfähigkeit zurückgewinnen, sondern gleichzeitig auch die ökologische Transformation ihrer Produktion entscheidend voranbringen.Das Institut konzentriert sich dabei vorrangig auf kleine und mittlere Unternehmen der deutschen Industrie, schließt aber auch Großkonzerne nicht aus. Die Unterstützung kann auf mehreren Ebenen erfolgen.

Nehmen wir an, ein deutscher mittelständischer Betrieb im Metallurgie- oder Chemiebereich nutzt in seiner Produktion sehr energieintensive Hochtemperaturprozesse; Und angesichts der hohen Energiepreise erwägt das Unternehmen, den energieintensiven Teil seiner Produktion auszulagern. Unser Institut kann ihm helfen,

– entweder nach einem Unternehmen aus Quebec im gleichen Sektor zu suchen, das über ähnliche Technologien verfügt, um den sehr energieintensiven Teil seiner Produktion abzuwickeln. In diesem Fall handelt es sich um eine einfache Zusammenarbeit zwischen einem KMU aus Quebec und einem deutschen Unternehmen. Diese Zusammenarbeit kann mit mehreren Firmen in Quebec erfolgen.

– Wir können entweder nach einem Unternehmen in Quebec im gleichen Sektor suchen, in das der deutsche KMU den sehr energieintensiven Teil seiner Produktion mit einem teilweisen oder vollständigen Technologietransfer zum Nutzen des Quebecer Unternehmens verlagert. In diesem Fall handelt es sich um eine Zusammenarbeit mit Technologietransfer zwischen einem KMU aus Quebec und einem deutschen Unternehmen.

– Wir können deutschen KMU auch dabei helfen, eine eigene, sehr energieintensive Produktionseinheit in Quebec aufzubauen.

– Schließlich können wir Ihnen im Rahmen unserer Gespräche unsere
mittelfristigen Projekte anbieten, welche wir für die Zukunft planen

In jedem Fall wird das Institut eine Machbarkeitsstudie der Zusammenarbeit durchführen, deren Ziel eine Win-Win-Situation für alle beteiligten Partner ist. Unser Institut berücksichtigt Faktoren wie:

– Energieeffizienz, Sicherstellung einer ressourcenschonenden Produktion

Auch wenn Quebec heute noch über riesige Potentiale für preisgünstige und nachhaltige Energie verfügt, wollen wir diese in Zukunft möglichst schonend nutzen und bevorzugen energiesparende Produktionsprozesse nach dem aktuellen Stand der TechnikE

– wirtschaftlicher Gewinn, der darin besteht, dass für alle Parteien ein sehr positiver wirtschaftlicher Nutzen sichergestellt wird.

– ökologischer Nutzen: Wir wollen sicherstellen, dass die neue Produktionskette (zwischen den Unternehmen in Quebec und Deutschland) positive Auswirkungen auf die Umwelt und die Ökologie hat. Dabei werden Indikatoren wie der Anteil nachhaltiger Energie in der neuen Produktionskette, CO2-Neutralität usw. berücksichtigt.

– sichere Arbeitsplätze, d. h. die Gewährleistung, dass durch die Zusammenarbeit auf beiden Seiten Arbeitsplätze nicht abgebaut sondern erhalten werden, oder noch besser: dass neue zusätzliche Arbeitsplätze entstehen.

Wenn Sie Präsident oder Direktor eines mittelständischen Unternehmens in Deutschland sind; und Ihre Produktion aufgrund der hohen Energiepreise nicht mehr wettbewerbsfähig ist, steckt Ihr Unternehmen in großen Schwierigkeiten; und schlimmer noch, Sie denken über eine Schließung nach, wenden Sie sich an uns im Institut; und wir suchen nach Lösungen, um ihre ökonomische Zukunft zu sichern.